111 Years Castell 9000

Can a pencil bring happiness? Inspire entirely new ideas? The history of the famous Castell 9000 is evidence of this. The green, hexagonal pencil has helped ensure legendary results and creations. Thus performance artist Joseph Beuys once posed with it for an art book as though it were a creative exclamation mark. The writing utensil, developed in 1905 by Alexander Graf von Faber-Castell, inspired special effects artist Carlo Rambaldi to draw a whimsical alien that later brought tears to the eyes of millions of cinema-goers as E.T. and Günter Grass, writer, Nobel Prize winner for literature and talented illustrator fell in love with this writing utensil, which is available in 16 degrees of hardness. He also coloured it including the holder and adorned it with the enigmatic lines: Words on demand. All pencils sharpened. And yet there is still much left unsaid.

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… in grünem Gewande

Viele Jahrzehnte lang behauptete sich der edle „Polygrades“ als unangefochtenes Spitzenprodukt des Hauses A.W. Faber. Doch mit dem gelbpolierten „Koh-I-Noor“ der Firma Hardtmuth wuchs ein ernsthafter Konkurrent heran. Deshalb wurde 1898 beschlossen, einen „neuen mustergiltigen“¹  Bleistift zu kreieren. Nach jahrelangen Versuchen und der Investition in eine moderne Graphitreinigungsanlage gelang es dem Chemiker Dr. Böhm, mit Hilfe eines von ihm entwickelten Verfahrens eine Mine von außergewöhnlicher Feinheit zu gewinnen. Zunächst wollte man dem neuen Stift, der in 16 Härtegraden produziert wurde, eine hochrote Farbe geben, um ihn deutlich von dem gelben „Koh-I-Noor“ abzusetzen und damit unverwechselbar zu machen. Doch verwarf man den Gedanken wieder, um jegliche Ähnlichkeit mit der rotpolierten Serie „Vulkan“ des Konkurrenten Johann Faber zu vermeiden. Schließlich entschied man sich für ein „leuchtendes Grün“, das exklusiv der neuen Produktserie vorbehalten bleiben sollte. „Der neue … Stift erschien also im grünem Gewande“². Doch wie sollte man die neue Premium-Serie bezeichnen?  Er harrte noch seines Namens…“³  Da kam Alexander Graf von Faber-Castell auf die geniale Idee, dem Bleistift den Namen seines eigenen Adelsgeschlechts zu leihen: Der Fabrikherr hob den Neuling aus der Taufe und nannte ihn „Castell“.  
Umgehend machte man sich daran, den Stift in 16 Härtegraden serienmäßig zu produzieren und „mit reichem Echtgoldstempel geschmückt“ der Öffentlichkeit vorzustellen. Um das grüne Castell-Sortiment „in der auffälligsten Weise“  weltweit bekannt zu machen, wurde ein Werbemotiv entworfen, das auf die jahrhundertelange Geschichte der hochadeligen Familie „Castell“ verweist:  zwei Ritter kämpfen am Fuße eines Burgberges gegeneinander, doch statt Lanzen tragen sie Bleistifte – der Unterlegene einen gelben und der Sieger natürlich einen leuchtend grünen!

Der Castell - Stift ging um die Welt, der Kampf der Bleistiftritter wurde zum Markenzeichen des Unternehmens Faber-Castell.⁴

[1] Konferenz 1902, DF 05-0021 Der neue sechseckige Stift erschien also in grünem Gewande

[2] DF 03-0037, S. 11

[3] DF 03-0037, S. 11

[4] DF 03-0037, S. 11

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